Wie man über Mobbing spricht, ohne es zu verschlimmern

Gespräche über Mobbing können auf zwei häufige Arten schiefgehen.
Wir könnten in Panik geraten und zu viele Fragen stellen. Oder wir könnten es verharmlosen und zur Tagesordnung übergehen.

Eine ruhigere Herangehensweise ist besser. Sie gibt Ihrem Kind Sicherheit und hilft Ihnen gleichzeitig, die Situation besser zu verstehen.

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Kurzanleitung (bitte zuerst lesen)

  • Beginnen Sie mit ruhigem Zuhören.

  • Stelle einfache Fragen.

  • Vermeiden Sie Schuldzuweisungen und lange Reden.

  • Erstellen Sie einen kleinen Sicherheitsplan.

  • Bei Bedarf Rücksprache mit der Schule halten.


Schritt 1 – Sicherheit steht an erster Stelle, nicht Lösungen

Ihr erstes Ziel ist Sicherheit, nicht eine perfekte Lösung.

Versuchen Sie es mit einem Satz:

  • “Danke, dass Sie es mir gesagt haben.”

  • “Ich bin hier bei dir.”

  • “Du hast richtig gehandelt, indem du es mir gesagt hast.”

Vermeiden:

  • “Warum hast du es nicht verhindert?”

  • “Was hast du zuerst getan?”
    Das kann sich wie Schuldzuweisung anfühlen.


Schritt 2 – Stellen Sie Fragen, die den Stress nicht erhöhen

Stellen Sie kurze Fragen. Stellen Sie jeweils nur eine.

Gute Fragen:

  • “"Was ist passiert?"”

  • “"Wo ist es passiert?"”

  • “Wer war da?”

  • “Wie oft kommt das vor?”

  • “Fühlst du dich heute sicher?”

Fragen, die man zunächst vermeiden sollte:

  • “Warum hassen sie dich?”

  • “Was stimmt nicht mit ihnen?”
    Diese erzeugen Angst und Wut.


Schritt 3 – Gefühle anerkennen und dann das Verhalten benennen

Kinder brauchen Anerkennung ihrer Gefühle, bevor sie planen können.

Versuchen:

  • “Das klingt verletzend.”

  • “Es ist verständlich, dass Sie verärgert sind.”
    Dann gib ihm einen Namen:

  • “Geärgert zu werden ist nicht in Ordnung.”

  • “Absichtlich ausgeschlossen zu werden, ist nicht in Ordnung.”


Schritt 4 – Ermutigen Sie das Kind nicht zu mehr Reden, wenn es sich unsicher fühlt.

Viele Eltern sagen: “Sag ihnen einfach, sie sollen aufhören.”
Das kann manchmal funktionieren, aber nicht immer.

Lehre eine einfache Abfolge:

  1. Pause (ein Atemzug)

  2. Sag einen ruhigen Grenzsatz

  3. Begib dich an einen sichereren Ort

  4. Sprich mit einem vertrauenswürdigen Erwachsenen

Ein einziger Grenzsatz genügt:

  • “Halt. Das gefällt mir nicht.”

  • “Nein. Ich spiele dieses Spiel nicht mit.”

Wenn sich das Kind unsicher fühlt, ist der beste nächste Schritt, sich zu entfernen und einem Erwachsenen davon zu erzählen.


Schritt 5 – Erstellen Sie einen “kleinen Plan” für den nächsten Tag

Ein Plan reduziert die Angst.

Wählen Sie einen Plan, der zu Ihrem Kind passt:

  • Geh mit einem Freund spazieren.

  • Bleib in den Pausen in der Nähe eines Erwachsenen.

  • Wählen Sie eine Aktivität in einer kleineren Gruppe.

  • Einigt euch auf eine Person, die es in der Schule erzählen soll.

Fassen Sie den Plan in einem Satz zusammen:

  • “Wenn es passiert, werde ich zu ___ gehen und ___ davon erzählen.”


Schritt 6 – Sprechen Sie mit der Schule, wenn sich der Vorfall wiederholt, unsicher ist oder sich verschlimmert.

Bitte kontaktieren Sie die Schule umgehend, wenn:

  • Das passiert immer wieder.

  • Es bestehen Bedrohungen oder die Gefahr körperlicher Gewalt.

  • Ihr Kind fühlt sich unsicher.

  • Es geht um Online-Nachrichten.

Halte es einfach:

  • Was ist passiert.

  • Wann und wo?.

  • Was Sie als Nächstes benötigen (einen Sicherheitsplan, Aufsicht, Nachbetreuung).


Was man vermeiden sollte (häufige Fehler)

  • Zwingen Sie Ihr Kind nicht dazu, das Problem “alleine zu lösen”.”

  • Konfrontieren Sie das andere Kind bei der Abholung nicht direkt.

  • Mach keine großen Versprechungen, die du nicht halten kannst.

  • Verlangen Sie nicht jedes Detail in einem einzigen Gespräch.


Nutzen Sie eine Geschichte, um ruhige Worte und sichere Entscheidungen zu üben.

Geschichten helfen Kindern, auf sichere Weise zu üben.
Sie bieten Ihnen auch eine gemeinsame Sprache.

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Häufig gestellte Fragen

Frage 1: Was ist, wenn mein Kind sich weigert zu sprechen?

Beginnen Sie mit kurzen Einstiegen. Versuchen Sie es mit: “War der heutige Tag einfach oder schwierig?” Oder sprechen Sie zunächst über den Helden einer Geschichte. Halten Sie es kurz.

Frage 2: Was ist, wenn mein Kind dasjenige ist, das unfreundlich ist?

Bleiben Sie ruhig. Konzentrieren Sie sich auf die Wiedergutmachung. Fragen Sie: “Was ist vorher passiert?” “Wie können wir das Problem beheben?” Vermitteln Sie kindgerechte Alternativen und die Unterstützung von Erwachsenen.

Frage 3: Wie oft sollte ich nachhaken?

Kurze Nachfragen funktionieren. Eine Frage pro Tag genügt. Sorgen Sie für Vorhersehbarkeit.


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